Schnell glitten die verschiedenfarbigen Körper über die gefrorene Erde, ihre schnellen Pfoten wirbelten Schnee auf und aus ihren Lungen wurde der heiße Atem gepresst. Anmutig und schnell sprinteten die edlen Tiere durch die eisige Wüste Loomines. Mit stolz erhobenem Haupt kämpften sie sich voran. Voller Kraft und Energie, die sie besaßen legten sie schnell und viel Land hinter sich, so als würden sie einen Wettlauf wagen. Einen Kampf gegen ihren Schöpfer und Meister, gegen den sich der erste ihrer Rasse gestellt hatte. Aber sie waren nicht Schuld an dem einst gesprochenen Fluch über ihres gleichen.
Nein, sie waren nur die Nachkommen. Die Generation die nach den ersten ihrer Rasse entstanden war. Wie Falek und Ayla hatten auch sie sich zusammen getan, ein Rudel gegründet und sich ewige Treue versprochen.
Zusammen hatten sie viel hinter sich gelegt - sehr viel. Viele Probleme hatte es gegeben, die Beute war lange Zeit knapp gewesen und das Wasser war auch nicht immer in Reichweite gewesen. Die vielen Hindernisse zu ihrem Ziel, einfach zu leben hatten sie hinter sich gelassen. Sie hatten es geschafft, auch wenn sie auf dem Weg viele ihrer verloren hatten. Verhungert, Verdurstet, Erschlagen oder einfach verschwunden. Ja, das Rudel hatte viel hinter sich gelassen, sehr viel und war in der Zeit zu einer starken Gemeinschaft zusammen geschlossen, die sich half und zusammen kämpfte - kämpfte ums Überleben.
Die Herzen schlugen schneller, der Atem wurde heißer und die Pfoten gaben alle Kraft an die Erde ab, als das Rudel über die Landschaft zog. Eine Landschaft, die nie zu enden schien, die sich immer mehr hob und sich schließlich zu einer Ansammlung von Tälern und Bergen geformt hatte. Aber die Wölfe liefen weiter, bis die Anführerin anhielt und mit ihr das ganze Rudel. Von einem Fels aus blickten sie in ein Tal.
Es war mit kurzem Gras bestückt. Einige kleine Bäume versuchten dort in der harten Erde Nährstoffe zu finden. Beute war hier wohl so rar, das es nur für ein Rudel reichte. Es konnte nur für ein Rudel reichen.
Mit Stolz blickte die Ansammlung der starken Raubtiere hinunter in das Tal. Vielleicht war dieses ein neues Zuhause für die Tiere, die ruhelos waren, die von dem Fluch ihres Meisters gehetzt wurden und die verbissen um ihren Frieden kämpften.
Gerade wollten sie sich gemeinsam einen Weg in das Tal suchen, da trat ein dunkler Körper aus dem Schatten, den die Felsen warfen. Ein Wolf - ihresgleichen. Auf diesen folgte ein weiterer und noch einer, weiter hinten gab sich noch einer zu sehen, bis schließlich ein ungefähr gleichgroßes Rudel sich im Sichtfeld des anderen Rudels befand.
Die ersten Worte wurden durch die Reihen der Wölfe geraunt, während sich das Knurren in ihren Kehlen breit machte. Das Revier war klein, gerade groß genug um zu leben.
Das eine Rudel war einsichtig. Es wollte in Frieden mit den anderen leben und vertraute darauf, das Lootah ihnen genug Beute für alle hungrigen Mäuler schenkte. Aber das andere lachte nur, knurrte und verkündete, das es keinen Frieden wollte. Es glaubte nicht mehr an die Existenz des Schöpfers ihres Landes. Nein, es wollte nur leben, egal wie unruhig. Dieses Rudel hatte sich gegen Lootah verschworen und somit legte sich die Feindschaft zwischen den beiden Rudeln.
Glaube gegen Realität.
by Finn
_________________Vielen Dank an Raúk *schmatz*
Ich lieh TwinkiWinki von den Teletubbies meine Stimme. Und ich bin stolz drauf! [/center]