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 Nanook Serenados [Rüde]

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Nanook
E S T I

» Mysteriöser Fremder «

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Beiträge : 38

BeitragThema: Nanook Serenados [Rüde]   Sa 11 Dez 2010 - 22:59







Musik an | Musik aus








››› NAME
Nanook Serenados
»Der Name, auf den ich meinen Sohn taufte, lautete Nanook. Noch heute trägt er diesen mit Stolz und seine Bedeutung mag gewiss auf ihn zutreffen. Immerhin besitzt mein Sohn durchaus die Gestalt eines Eisbären. Die Inuit nannten diesen so und ich befand diesen Namen als ausgesprochen habhaft für meinen Sohn.«

››› TITEL
gentle giant - sanfter Riese
»Niemand hat je behauptet, mein Sohn sei jähzornig oder angriffslustig. Stets behandelte er jede Kreatur, die auf Erden wandelte mit Respekt und darauf bin ich unendlich stolz. Mein Sohn ist wahrhaft ein sanfter Riese.«

››› RASSE
Mackenzie Vallex Wolf - Canis Lupus Occidentalis
»Eine wahrhaft stattliche Rasse, die mein Sohn dort vertritt, doch scheint diese nahezu perfekt auf ihn zugeschneidert zu sein. Seine imposante Erscheinung, dazu sein sanftes Naturell und ebenso die guten Manieren lassen ihn zu einem Bild von einem Sohn werden. Er ist mein gesamter Stolz und dies weiß er wohl zu schätzen.«

››› GESCHLECHT
Rüde - Männlich ♂
»Durch und durch männlich. Diesen Ausspruch hört er wohl häufiger und dennoch möchte ich eines hinzufügen: Er mag durch und durch wie ein stattlicher Rüde aussehen, sich verhalten tut er jedoch nach den Regeln der alten Höflichkeit. Und dies ist auch gut so. Ein rohloser Barbar wäre mir ja was!«

››› ALTER
5 Jahre und einige Monate
»Nanook ist wohl durchaus in den besten Jahren eines Rüden und doch spürt man davon recht wenig, verhält er sich doch stets zuvorkommend und zweifelsohne korrekt den Fähen gegenüber. Selbst wenn die Zeit der Fortpflanzung gekommen ist, scheint mein lieber Sohn unverändert. Doch bisher hat auch keine der Damen je sein herz für sich gewonnen.«





››› CHARAKTER
Um Nanook in einem Wort zu beschreiben, ist er wohl zu individuell, wie ein Großteil aller Kreaturen auf diesem Erdenplaneten. Dennoch gibt es einige prägnante Charakteristika, die ihm zu dem machen, der ist nun seit mehr als fünf Jahren ist. Dem durchaus Angst erweckendem Erscheinen steht sein wahrhaft sanftmütiges Naturell gegenüber, welches selten mit dem in Einklang gebracht werden kann, was sich nun vor einem an Masse und Muskeln auftut. Doch der Riese hat nicht umsonst seinen Beinamen sanfter Riese erhalten, denn nicht einmal einer Fliege könnte er etwas antun. Erscheint ihm eine solche Tat des Mordes nicht logisch, so führt er diese wohl auch nicht aus und wird sich in Zukunft ebenso weigern, jene Tat zu vollbringen, selbst unter Androhung der grausamsten Strafen. Einzig die Jagd erlaubt es ihm, ein Tier zu töten und zu fressen, denn dies ist der von Natur gegebene Lebenslauf der Dinge. Weiter jedoch würde der ruhige Wolf niemals gehen.
Ebenso prägnant wie diese erstaunlich freundliche, manchmal auch ein wenig naiv wirkende Art ist es sein Geist, der ihm zu dem Nanook macht, der er nun ist. Sein Verstand ist wach und scharf, gut verborgen, wie es scheint, hinter seiner manchmal bedingungslosen Freundlichkeit und Gutmütigkeit. Ihm ist diese Gutmütigkeit durchaus bewusst, doch hält der Rüde selbst nach fünf Jahren Lebenserfahrung noch immer an seinem Glauben fest, in jedem Wesen stecke ein Kern der Liebe und der Freundschaft. Sein Ansinnen ist es, jedermann als Freund und Gleichgestellten zu sehen, selbst als solch einer gesehen zu werden. Gewiss würde ihn der ein oder andere neiderfüllte Wolf, dem es nicht vergönnt ist, ebenso edel wie Nanook zu handeln, ihn als treudoof und leichtgläubig bezeichnen. Eventuell steckt darin auch ein Kern der Wahrheit, wie in vielen Dingen, die unbedacht gesagt wurden und am Ende weit mehr verraten, als eigentlich geplant.
Noch etwas gibt es, was den kräftigen Rüden kaum in jenes Schema pressen lässt, welches sich uns bis hierher offenbart: Er ist durch und durch Philosoph. Keine Frage wird nicht nochmals durchleuchtet, notgedrungen beschäftigt sich der Rüde bis an den Hungertod mit dieser Frage, sei es einzig das Lösen der Frage, was nun eigentlich der Sinn eines Lebens sei. Es gibt tausende von Fragen, die aufbrechen, wird auch nur eine Antwort gegeben und sofern auch nur eine Frage nicht einwandfrei oder aber unzureichend beantwortet wird, entwickelt sich dies beinahe wie zu einer Manie. Tagelang kann Nanook dann grübelnd und schweigend über die Lösung dieser Frage brüten, ohne auch nur einen Grashalm seiner Umgebung wahrzunehmen. Sobald eine Frage seinen Geist berührt und fest im Griff zu haben scheint, ist es um Nanook und dessen Weltbewusstsein geschehen. Man könnte getrost sagen, er entflieht in eine andere, ruhigere und weitaus reichere Welt an Antworten, als die unsere es je sein könnte. Doch eben dieser Sinn für tiefgreifende Philosophie birgt ein großes Wissen in sich, welches nie in einem gesamten Leben aufgegriffen werden könnte. Dennoch strebt ein Individuum danach, so wissend wie nur irgend möglich zu sein. Nicht etwa, weil er damit angeben möchte oder besser als der Rest der Welt sein will, nein. Sein Ansinnen ist weitaus edler, denn er möchte einem jeden Wesen dieser Welt dazu verhelfen, einen Großteil aller Fragen zu beantworten. Durch erstaunliche Antworten zu ersetzen und somit eine spirituell höhere Ebene zu erreichen.
Jedoch erscheint dieses Bild eines Wolfes bei weitem nicht gar so positiv, wie es scheinen mag, denn hinter beinahe jedem dieser prägnanten Eigenschaften Nanook´s verbirgt sich ebenfalls eine Schwäche, die, sofern ausgenutzt, den Rüden jegliche Existenzgrundlage nehmen könnte. Sein Hang, gedanklich weit öfter abwesend als anwesend zu sein, erschwert es sein gegenüber, ihn tatsächlich als das ernst und wahr zu nehmen, was er denn nun auch ist: Eben der edle Rüde, welcher sich auf die Kunst des richtig gesetzten Charmes und der Höflichkeit versteht, die Welt auf seine eigene Weise begreift und nicht selten über sein Ziel hinaus schieß. Kurzum, als ein durchaus liebenswerter und selbst auch liebevoller Freund.
»Wie nur soll ich mein eigen Fleisch und Blut beschreiben, wenn ich selbst doch bereits weiß, wie ich dies tun werde. Nanook ist ein guter Wolf, niemals war er je böse oder grob, stets zurückhaltend und höflich, eventuell ein wenig förmlich. Doch selbst die hübscheste Fähe hat es bisher nicht geschafft, sein Herz für sich gewinnen. Womöglich liegt es daran, dass er mehr ein höflicher Wolf denn ein draufgängerischer Rebell ist. Eventuell liegt es schlichtweg auch daran, dass er bisher selten Kontakte knüpfen konnte. Sein Kopf hängt in den Wolken und kein Wolf ist bisher auf Dauer damit zurande gekommen. Als Mutter habe ich stets darauf gehofft, dass eine Fähe und eine eigene Familie ihm derlei Unsinn austreiben würden, doch mit jeder verschmähten Liebe wuchs seine Begeisterung nur noch mehr. Es wurde beinahe zur Begierde, zur Obsession. Nanook bedeutet Eisbär auf Inuit und auch, wenn er lediglich wie ein solcher aussieht, nicht aber so handelt wie einer, glaube ich dennoch fest daran, dass eines Tages der bekannte Tropfen das Fass überquellen lässt. Doch dann ist er nicht er selbst und einzig für eine hübsche Fähe wird er sich wohl nicht ändern wollen. Mein armer, einsamer Sohn. Er ist beinahe ebenso dickköpfig wie auch einst sein Vater dies gewesen war, möge er in Frieden ruhen. Möge Lootah dich behüten!«

››› AUSSEHEN
Nanook. Eisbär. Das Aussehen eines wahren Eisbären, eines Kriegers, doch das Herz eines edlen Wolfes. Viel mehr steckt hinter diesem hübschen, jedoch kräftig gebauten Muskelpaket. Es ist nicht ganz schlüssig, woher er Zeit und Lust nahm, um eben jene anzulegen und auszubauen, doch womöglich wie ein jeder Wolf auch. Lange Strecken, die zu bewältigen waren, harte Überlebenskämpfe und ab und an wohl auch der ein oder andere Kampf mit den Geschwistern. Doch ebenso mag sein durchaus massiges Aussehen auch auf seine Vorfahren zurückzuführen, sieht er dem Vater doch beinahe wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich.
Im Groben besitzt Nanook einen kräftigen Körper, der mit verschiedensten Nuancen des Grautones gefärbt ist, im Gesicht jedoch eine Maske aus cremefarbenen, teils weißem Fell weicht, welches sich auch teils auf der Bauchunterseite fortsetzt. Die Läufe sind ungewöhnlich lang, jedoch kräftig genug, um lange Läufe und schnelle Strecken problemlos zu absolvieren. Die Pfoten sind für den Körperbau beinahe zu klein, erfüllen jedoch einen praktischen Zweck, indem sie dem Rüden nicht mehr Wärme nehmen, als notwendig. Dennoch, im Ganzen betrachtet, bilden die Pfoten durchaus ein harmonisches Bild mit dem restlichen Körper des Rüden und lassen ihn beinahe schon wie einen Krieger aus Sagengestalten aussehen. Zu diesem Eindruck trägt wohl auch das dicke Fell bei, welches insbesondere an Hals- und Nackenpartie besonders weich und dicht scheint und ihm somit eben jenes bullige Aussehen verleihen, welches so charakteristisch für ihn scheint. Die Rute ist ebenfalls recht buschig, besitzt jedoch die mehr dunkleren Farben des Graus seines Fells, wie auch auf dem Rücken und den Ohren. Wo das Fell an Bauch und Beinen mehr in das Weiß übergeht, weißt es an Rute, Rücken und Kopf mehr einen Übergang in einen rötlichen Braunton auf und passt sich hervorragend an seinen Körper an. Beinahe scheinen Weiß- und Brauntöne zu akzentuieren, Schatten und Licht setzen zu wollen, um den Rüden nochmals in besseres Licht zu rücken.
Doch insbesonders seine Augen haben es den Wölfen seiner Familie angetan, ließen sie schwärmerisch davon berichten, wenngleich dies weit mehr Fähen waren, als Rüden. Diese blickten nicht selten neiderfüllt auf die Unruhe, die ein Blick aus diesen seelenvollen, warmen Augen hervorzurufen vermochte. Der Ton ihrer Farbe scheint mit dem Lichtspiel der Sonne zu wechseln und den Betrachter dieser Seelenspiegel zum Narren zu halten, als necke der große Rüde diesen freundschaftlich. Dennoch, die Grundfarbe dieser Augen bleibt dieselbe und es ist wohl nicht weiter verwunderlich, dass die bernsteinfarbenen Augen erstaunliche Farbintensitäten aufweisen können, je nach Lichteinfall. Wäre dies eine angemessene Eigenschaft, so wäre der Rüde wohl geneigt, seine Augen durchaus mit Stolz zu betrachten, doch so ziert einzig ein feines Lächeln die Lefzen des Wolfes, wenn erneut eine junge, hübsche Fähe auf die Farbe seiner Seelenspiegel reagiert.
Wie auch der gesamte Körper ist ebenso das Gesicht breit und kräftig gebaut, jedoch noch im Maße der Symmetrie und demnach auch durchaus noch als hübsch zu bezeichnen. Zudem sein Gesicht hervorragend mit dem Körper harmoniert und somit nochmals ein einwandfrei scheinendes Gesamtbild suggeriert. Die Ohren des Rüden sind erstaunlich groß, betrachtet man sich dazu im Gegensatz die Pfoten, welche eher verhältnismäßig klein anmuten. Die Ohren, welche durchaus kleinste Geräusche aufzunehmen vermögen, erfüllen ebenfalls ihren Zweck und warnen den Grauen vor eventuell herannahenden Gefahren. Ebenso wie ein Großteil aller Wölfe besitzt Nanook einen ausgezeichneten Geruchssinn, dargestellt durch eine pechschwarz glänzende Nase, welche im Sommer jedoch mancher Tage gern das Auge täuscht und vermeintlich braun anläuft. Ein durchaus bereits öfter betrachtetes Phänomen, welches den Rüden immer wieder in tiefe Verwirrung stürzt, ist dies doch ein biologisches Rätsel, welches er nie entschlüsseln wird.
Die Bewegungen des Rüden sind stets wohl überlegt und weisen eine gewisse Eleganz aus, welche manchmal skeptisch beäugt wird, aufgrund seines Körperbaus. Dennoch, sobald der Rüde seinen Takt gefunden hat, scheint die Welt um ihn herum zu verschwimmen und er selbst beinahe zu schweben, als wolle er dem Himmel emporstreben. Ja, wahrhaft. Nanook, der Held, der die Mythen, Legenden und Sagen am Leben erhält und sie nährt.
»Mein Sohn. Er war schon in frühester Jugend ein wahrhaft wunderbarer Kerl, liebevoll, ruhig, höflich und dennoch eine Erscheinung, die sein Gegenüber zweimal über die eigenen Worte und Taten nachsinnen ließ. Sein Aussehen mag nicht dem eines edlen Wolfes entsprechen, doch wäre dem so, würde wohl kaum einer mehr Respekt vor Nanook bekunden. Und dieser ist es doch, der bisher jeglichen Wolf daran hinderte, einen Kampf auf Leben und Tod zu beginnen. Obgleich, selbst gegen das Ansinnen meines Sohnes und auch gegen seine eigene Einschätzung bezweifle ich nicht, dass ein solch kraftvoll gebauter Wolf sich in solchen Situationen zu behaupten wissen wird. Ob nun gewollt oder ungewollt, doch Tatsache ist, dass mein Sohn, Sohn Serenados´, wohl nie zu den Verlieren gehören wird. Ach, wie sehr wünschte ich mir doch, dass sein edler Charakter es zuließe, einer Fähe den Hof zu machen. Auch er wird nicht jünger, wenngleich sein ohnehin gräuliches Fell dies wunderbar zu kaschieren weiß. Womöglich werde ich aus seinem Erbe wohl nie einen Enkel erhalten.«

››› STÄRKEN & SCHWÄCHEN
[+] Friedliebigkeit & Freundlich
[+] Weisheit & Wissen l Antworten auf viele Fragen
[+] Ruhiges Naturell & Umgänglich
[+] Denkt, bevor er handelt
[+] Philosoph & Wissbegierig
»Mein kleiner Philosoph. Nun, ich werde ihn diesbezüglich wohl nie ändern können und ich möchte es inzwischen auch nicht mehr, wenngleich mein Wunsch nach Enkelkindern nicht dem seinen entspricht. Doch seine Stärken liegen wohl mehr in der Höflichkeit der Dame gegenüber denn dem Verführern eben jener. Nanook ist durch und durch edelmütig«

[-] Leichtgläubig & Naiv
[-] Dickköpfig & teils stur
[-] Wissensdurst & teils Realitätsfern l "Weltfern"
[-] Kann seine Kraft nicht einschätzen & Unwissenheit über diese
[-] Sonderbar & manchmal undurchschaubar l Verworren & Verwirrend
»Sein großes Makel wird wohl sein unverbesserlicher Glaube an die Wölfe und Wesen der Welt sein, obgleich nicht selten einige davon nicht die sind, die sie vorzugeben scheinen. Auch, dass er nicht selten seinen Philosophien nachhängt, lässt ihn immer weltferner werden, immer fremder uns werden. Ich kann nur hoffen und zu Lootah beten, dass er meinen Sohn auf alle seinen Pfaden behüten möge!«





››› LEBENSWEG
Das Leben dieses durchaus freundlichen und zu Beginn auch recht lebhaften Wolfes begann wie bei jedem Wolf üblich. Er wurde in das Leben gerufen, gezeugt durch seine Mutter und seinen Vater, Serenados. Die Mutter bleibe an dieser Stelle vorerst unerwähnt, ihre Rolle in diesem Geschehen wird eine ebenfalls tragende sein, denn schließlich ist keine Bindung dermaßen stark wie die zwischen Mutter und Kind. Doch zurück zu Serenados. Sein Ruf war einer der besten und bekanntesten, kaum ein Wolf gab es, der seinen Namen nicht kannte. Seinen Namen, seinen Edelmut, seine Güte und in erster Hinsicht auch sein Wesen an sich. Serenados war ein stattlicher Rüde, kräftig gebaut und durchaus in der Lage, einen Kampf vom Zaun zu brechen, denn seine Chancen standen stets äußerst gut. Es schien, als seien die Götter ihm und seinem Rudel in diesem Frühjahr wohlwollend gesinnt, denn die Welpen waren gesund und kräftig, die Natur üppig und voller Leben. Es war ein hervorragender Auftakt in ein Leben und die sieben Welpen genossen ihre Welpenzeit in vollen Zügen.
Dann jedoch kam die Zeit der ersten Jagd. An dieser nahmen die jungen Wölfe noch nicht teil, mit ihren knapp zwanzig Tagen waren sie soeben erst auf das Geheimnis des Sehens, Fühlens, Riechens, Schmeckens und Hörens gestoßen. Ihnen wurde an diesem Tag das erste Fleisch verabreicht und dies war ebenfalls die erste Lektion der sieben Geschwister. Nichts gab es jemals umsonst, stets musste man sich erarbeiten, was man verdienen wollte, dabei jedoch die Regeln des Anstandes nicht überschreiten. Diese Lehre war eine der härtesten für Serenados gewesen, als er selbst jung gewesen war und nun sah er, wie es einem seiner Söhne ähnlich erging. Der Erstgeborene, ein prachtvoller Bursche mit genügend Selbstvertrauen und Mut, dass er sich bis an die Grenzen der Toleranz wagte, schien keinerlei Probleme zu besitzen und selbst die Letztgeborene entwickelte sich prächtig. Einzig der ebenfalls große, jedoch zurückhaltende Rüde mit bereits leicht gräulichem Pelz schien seine Zweifel an diesem Vorgehen zu haben. Als Serenados seinen Sohn darauf ansprach, blickte dieser aus großen, kristallklaren Augen zu ihm empor und antwortete mit einer Ernsthaftigkeit, die den Älteren erschütterte. »Aber Vater. Erkennst du denn nicht, dass, sofern ich mir meinen Anteil erbeuten gehe, meine geliebte Schwester nichts bekäme und elendig verhungern würde?« Sein Vater schien unentschlossen, unsicher, was mit ihm zu tun sei und somit neigte er seinen Kopf und würgte seinem Sohn das Fleisch hervor, welches er vor einigen Stunden erbeutet hatte. Doch auch dies rührte der Welpe nicht an und Serenados wunderte dies doch sehr. Ob er denn keinen Hunger verspüre, fragte er seinen Sohn, der darauf hin antwortete, er habe tatsächlich großen Hunger, doch er wolle nicht verantworten, anders behandelt zu werden, als seine Geschwister. Von diesem Moment an wurden sich Serenados und sein Sohn, welcher später den Namen Nanook tragen sollte, immer ähnlicher.
Mit dem ersten Sommer kehrte auch das Leben vollends in das große Tal zurück, in welchem die nun gewachsenen Welpen lebten. Das Rudel um Serenados und seine Gefährtin wuchs beständig an, blieb diesen Sommer jedoch konstant. Die Jagd erschien leichter als im vorangegangenen Sommer, hatten dort noch weniger Wölfe mitjagen können und somit überlebten die sieben Welpen des Alphapaares auch ihren ersten Sommer. Doch dann brachte der Herbst bereits die ersten Nordwinde mit sich, brachte Kunde über einen harten, lange andauernden Winter, der vielen Wölfen des Rudels das Leben kosten sollte. Es war ein harter Winter, viele Beutetiere zogen von dannen oder erfroren jämmerlich. In dieser Zeit sollte der einjährige Wolf Nanook das Herz eines Ritters beweisen. Seine kleine Schwester, magerer und schmaler als die restlichen sechs Welpen, schien immer weniger zu werden und dies stürzte den jungen Nanook in tiefe Trauer, war sie doch zu seiner liebsten Spielkameradin und Freundin geworden. Die spärlich erjagten Beutetiere, welche zumeist in mageren Hasen und anderweitigen Kleinnagern bestanden, welche ihm zugedacht waren, teilte er mit seiner Schwester. Diese dankte ihm jedes einzelne Mal und je kräftiger sie wieder wurde, umso weniger zerrte die Trauer an seinem Herzen. Doch der Hunger nagte an seinen eigenen Knochen und hätte seine Mutter Valinesha nicht bemerkt, wie es um ihn stand, so hätte dies wohl seinen Tod bedeutet.
Der Winter hielt lange an und als endlich die ersten Knospen zart und scheu durch die Schneedecke drangen, war die Freude beinahe grenzenlos. Das Rudel war abgemagert, lediglich Haut und Knochen und viele der Wölfe überlebten den Frühling nicht mehr. Der Winter hatte ihnen zu stark zugesetzt. Unter ihnen waren auch zwei der sieben Welpen aus dem Vorjahr und noch Jahre später machte sich der sanfte Riese Vorwürfe, nicht eingeschritten zu haben, nichts bemerkt und seine Geschwister dem Hungertod überlassen zu haben. Doch das Leben war hart und als in diesem Jahr fünf Welpen das Licht der Welt erblickten, erblühte die Hoffnung wieder in seinem von Kummer überwältigtem Herz. Serenados und Valinesha führten die Jährlinge mit auf die Jagd und Nanook selbst erspürte das Leid des Kalbes, als das Rudel versehentlich die Mutter attackierte, nicht jedoch das schwache Kalb. Es tat dem Rüden jedoch um beide Leid und er schwor sich, einzig alte und gebrechliche Beute zu schlagen, sofern er dies benötigte. Manch einer mag behaupten, an dieser Stelle habe der Rüde seinen Eid auf den Edelmut geschworen, seine Schwester glaubte stets, er habe den Geist der Natur getroffen und das Rudel selbst schien ebenfalls gespaltener Meinung über diesen erstaunlichen Welpen zu sein.
Mit knapp zwei Jahren trennten sich Nanook und seine Schwester von ihrer Familie. Serenados blickte seinen davon ziehenden Kindern lange Zeit nach und auch seine Gefährtin schien betrübt über den Abschied. Doch mit jedem Verlust knospte neue Hoffnung und neue Liebe und bald schon schenkte Valinesha erneut sieben Welpen das Leben. Unter ihnen waren ebenfalls ein Weibchen voller Edelmut und ein Rüde, welcher kränklich und schwach wirkte. Es schien, als seien Nanook und seine Schwester in unterschiedliche Rollen geschlüpft und würden nun, da ihr älteres Ich die Familie verließ, als junge Welpen erneut geboren.

Die Zeit, in welcher er mit seiner Schwester umherzog, galt als eine der schönsten. Nanook lernte, für sie zu sorgen, wenn ein Rüde sie verletzt hatte und sie selbst lernte sich zu verteidigen und ihren Bruder zu lieben. Sie gaben einander Kraft und halfen einander, doch auch diese scheinbar prachtvolle Familienbande sollte eines Tages zerspringen. Grund dafür war ein ebenfalls junger, jedoch fremder Rüde, der ihren Weg kreuzte. Sein Name war Lyon und er käme aus weiten Ländern, wie er sagte. Nanook hielt seine Antipathie diesem Wolf gegenüber für absurd und versuchte zu verleumden, dass eben jene vorhanden war. Seine Schwester verliebte sich mehr und mehr in Lyon und bald schon sollte sich ihr Weg von Nanook seinem trennen. Es war ein schweigsamer, jedoch kummervoller Abschied, standen sich beide Geschwister doch näher als sonst jemandem. Am Nachmittag sah der graue Hüne dann seine Schwester von dannen ziehen, an der Seite eines aufgeweckten Rüden, dessen Name Lyon war. Niemals sah er sie dann wieder und noch heute erinnert er sich schmerzhaft an diesen Abschied. Die Frage, weshalb das Schicksal ihnen Lyon sandt, ist bis heute unbeantwortet, obgleich der Graue doch auf eben diese dringlichst eine Antwort sucht.
Lange Zeit irrte er mehr umher, statt tatsächlich zu ziehen und bald schon beschloss er, seine Schwester aufzusuchen. Womöglich hatte sie bereits ein Rudel gegründet und er besaß Nichten und Neffen. Doch seine Suche blieb erfolglos und bald schon kapitulierte er. Gegen das Schicksal könne er sich nicht auflehnen und somit begann er zu beten. Darum, dass seine Schwester wohlauf war und ein Rudel voller Glück und Liebe gefunden hatte. Darum, dass seine Eltern und die restlichen Geschwister ebenfalls wohlauf waren und die Zahl seiner Geschwister beständig stiege. Und auch darum, endlich Antworten auf seine zahlreichen Fragen zu finden. Mit diesem Gebet an jedem morgen zog er weiter, ließ sich vom Schicksal führen und traf bald schon einen alten, greisen Wolf, der ihm den Weg wies. Wohin nur?
»Das Leben meines Sohnes war bis auf den Verlust zweier Geschwister und zahlreicher Rudelangehörigen nicht weiter negativ vom Schicksal beeinflusst, doch glaube ich, dass Lootah großes mit ihm geplant hat. Als ich meine Kinder damals von dannen ziehen sah, fragte ich ihn, wohin er meine Kinder schicken würde. Auch mein Gefährte Serenados war beunruhigt, zudem Nanook ihm doch besonders am Herzen lag. Ebenso unsere kleine Tochter. Doch ihre Wege trennten sich von da ab von unseren und als wir in unserem folgenden Wurf Nanook und seine Schwester erkannten, schien es, als habe Lootah uns ein Zeichen geschickt. Ich glaube nun fest daran, dass er auf meine Kinder acht gibt, wie er es einst mit seinen getan haben muss. Mögest du finden, was du suchst, Nanook.«




Zuletzt von Nanook am Mi 15 Dez 2010 - 13:46 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Nanook Serenados [Rüde]   Mo 13 Dez 2010 - 15:58

Fertig.
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BeitragThema: Re: Nanook Serenados [Rüde]   Mo 13 Dez 2010 - 18:17

Ist das auf dem Bild nicht, sorry das zu fragen, ein Husky oder so !? o.O
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» Mysteriöser Fremder «

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BeitragThema: Re: Nanook Serenados [Rüde]   Di 14 Dez 2010 - 16:43

Kein Ding, Finn ;)

Ja, es ist ein Malamute, demnach ein Hund. Ich hatte auch gefragt, ob ich ein solches Bild verwenden dürfte, aber mir wurde soeben mitgeteilt, dass ich doch lieber ein anderes nehmen sollte *Seufz* Schade, aber nicht zu ändern ...

Also schaue ich nach grauen Wölfen ...
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Nanook
E S T I

» Mysteriöser Fremder «

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BeitragThema: Re: Nanook Serenados [Rüde]   Mi 15 Dez 2010 - 13:46

Okay, das Bild ist geändert. Insofern: Ich bin fertig.
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BeitragThema: Re: Nanook Serenados [Rüde]   

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